Polieren

Das Schleifverfahren hinterläßt auch nach den feinsten Schliffen eine noch nicht ganz verdichtete Fläche. Erst die Politur sorgt für eine maximale Lichtreflektion. Ein weiterer Vorteil der Politur ist der größere Schutz der Oberfläche vor dem Eindringen von Feuchtigkeit und gelösten Schmutzen.

Im wesentlichen unterscheidet man auf  Kalkhaltigen Steinen zwischen der Anwendung von Polierpulvern und der Kristallisation. Beide Methoden sind natürliche Verfahren um matten und abgelaufenen Marmorböden sowie Treppenstufen wieder einen wunderbaren Hochglanz zu verleihen.
Bei Granit, Gneisen uns Hartgesteinen kommt ein spezielles Poliersystem zum Einsatz.


Polierpulver für Marmor, Kalkstein und TerrazzoPolierpulver für Kalksteine mit einem großen Gehalt an kalkreaktiven Oxalaten werden in der Steinbearbeitung schon lange auf Kalkgesteinen angewendet. Sie lösen im sauren Bereich Bestandteile des Gesteins aus und bilden unter Einbindung der Salze des Polierpulvers Kristalle die sich polarisierend einlagern und eine dichtere Oberfläche erzeugen. Bei der Verarbeitung der Polierpulver ist die mechanische Komponente wichtig. Durch die Beimischung feinster Schleifkörper wird auf feinstgeschliffenen Gesteinen eine brillante Hochglanzpolitur erzeugt und auch auf ansonsten schwierigen Gesteinen eine sehr gute Politur bewirkt.



Das Kristallisationsverfahren ist ein Verfahren für die Politur aller kalkhaltigen Weichsteine sowie Betonwerkstein. Durch die Einarbeitung der Kristallisationsflüssigkeit mit einem Stahlwollpad unter speziellen Einscheiben-Rotationsmaschinen wird eine Erhärtung und Verdichtung der Oberfläche erzielt.
Eine brilliante Politur und eine Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegenüber den Einflüssen von Verschmutzung und Verschleiß, sowie eine Rutschhemmung sind das dauerhafte Ergebnis des Prozesses, in dem Kalksandsteinpartikel aus dem Boden gelöst werden, die zusammen mit den in der Kristallisationsflüssigkeit enthalten Salzen Fluorsilikate ausbilden. Diese verbinden sich absolut fest mit der Oberfläche des Gesteins. Die Transparenz der Kristalle bewirkt eine brilliante Politur bei gleichzeitiger Wiederbelebung der natürlichen Farbgebung des Steins.
Die Marmorkristallisation ist ein bewährtes System, mit dem selbst stark frequentierte Flächen aus Weichstein bei entsprechender Wartung ihre Brillianz auf Dauer behalten.

Die Politur auf Granit, Gneis und anderen Hartgesteinen erfolgt meist durch Schleifen auf Automaten, Schleifstraßen mit speziellen Medien. Je nach Material kommen dabei hohe Körnungsstufen zum Einsatz. Je härter Natursteine werden, um so polierfähiger können sie sein. Jedoch ist die  Bearbeitung der Oberfläche von Granit wegen des hohen Quarzgehaltes mit einem starkem Werkzeugverschleiß verbunden. Granit ist ein körniges magmatisches Tiefengestein; Hauptbestandteile sind Quarz, Feldspat und Glimmer; (...die drei vergeß' ich nimmer)

 

Örtliches Nachpolieren auf kleineren Flächen wie Küchenarbeitsplatten, Fensterbänken, Stufen usw.
ist problematisch, da die Qualität einer Maschinenpolitur von Hand kaum zu erreichen ist. Hier werden spezielle Poliersysteme für die Nachpolitur von Laufstraßen oder für die schnelle Politur nach dem Schleifen verwendet.
Granit Poliersysteme bestehen aus einem Pulver sowie einer Poliermilch, die mit einem Edelstahlpad bis zur Trockenheit eingearbeitet werden. Diese Systeme erzielen einen brillanten Glanz und eine dauerhafte Politur. Die Güte und Qualität der Politur ist abhängig von dem zu bearbeitenden Material und der Beschaffenheit der Oberfläche.