Schutzbehandlung

In den meisten Fällen ist es unverzichtbar die fertig verlegte oder bearbeitete Oberfläche vor dem Eindringen von Wasser und Schmutz sowie vor Abnutzung zu schützen.

Entsprechend dem gewünschten Effekt gibt es verschiedene Methoden.
Generell bestimmt die Restfeuchte im Stein inwieweit weitere Öberflächenbehandlungen wie Wachsen, Imprägnierung, Versieglung etc. ausgeführt werden können.


Imprägnierung

In besonders beanspruchten Zonen wie Bädern, Badablagen, Duschbereichen, Küchenbereichen kann Naturstein mit
HMK® S 232 Fleckschutz wassergelöst oder HMK® S 234 Fleckschutz Top Effekt  wasserabweisend und/oder ölabweisend imprägniert werden.
Desweiteren können Natursteine mit farbtonvertiefenden Mitteln wie HMK® S 242 Farbkonservierung , HMK® S 244 Fleckschutz -farbvertiefend- oder HMK® S 748 Fleckschutz Premium Color  eingelassen werden. Diese Anwendungen, die sowohl im Innen- als auch im Außenbereich möglich sind, sind einfach und auch nachträglich durchführbar. Insbesondere für Marmor erweitert sich der Anwendungsbereich: Zum Beispiel können Wasserflecken auf Waschtischen etc. im voraus vermieden werden. Nach dem Motto Vorbeugen ist besser als Heilen.

Imprägnate sind ein nicht schichtbildender Schutz für Natur- und Kunststein. Wirkt nicht oberflächlich, sondern kapillar, daher lange Lebensdauer. Es gibt hydrophobe (wasserabweisende) und oleophobe (ölabweisende) Imprägnierungen. Sie sind meist auf Silikon-bzw. Siloxanbasis aufgebaut. Es entsteht kein Glanzeffekt und in der Regel auch keine Farbgrundvertiefung.
Eine Imprägnierung sollte nachweislich die Dampfdiffusion des Steines gewährleisten. Ist dies nicht der Fall, kann dies zu Schäden führen.

Versiegelung

Schichtbildender Oberflächenschutz von Natursteinen. Nur nach Grundreinigung auf trockenem Material aufbringen, die Diffusionsfähigkeit des Gesteins wird stark eingeschränkt. Versiegelungen eignen sich gut zum Ausbessern von "Laufstraßen", sie müssen, wenn sie Abrieb ausgesetzt sind, in regelmäßigen Abständen erneuert werden.
Nicht geeignet für Beläge, welche Rutschsicherheitsgruppe R9 oder höher erfüllen müssen. 

 

Wachsen

Das Wachsen z.B. mit HMK® P 307 Steinpflege Polierwachs ist eine Schutzbehandlung und dient im wesentlichen der schmutz-und wasserabweisenden Wirkung. Wird wegen der meist farbtonvertiefenden Wirkung (Naßeffekt) auch oft zur optischen Verbesserung von bearbeiteten Oberflächen und Werkstückkanten eingesetzt. Eine Fluatierung füllt den Porenraum (porenstopfend) an der Steinoberfläche mehr oder weniger im Moment des Auftragens auf. Wachse erhärten nicht oder erst nach langer Zeit (Monate) und wandern daher im Stein weiter.
Die Oberfläche “verarmt” und sollte daher in entsprechenden Zeitabständen wieder neu behandelt werden.
 

Härten

  • von Marmoroberflächen durch Kristallistion. In diesem Prozesses werden Kalksandsteinpartikel aus dem Boden gelöst werden, die zusammen mit den in der Kristallisationsflüssigkeit enthalten Salzen Fluorsilikate ausbilden. Diese verbinden sich absolut fest mit der Oberfläche des Gesteins.
  • von Betonwerkstein, Terazzo und Betonen mit gebrauchsfertigen Verkieselungsmitteln auf Basis von Silikaten und Kieselsäuren gelöst in Wasser